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Ich glaub ich war mal Indianer

by Carsten Kreilaus. Average Reading Time: about a minute.

Unser Ich entsteht im Zeitverlauf aus einer Vielzahl von Faktoren. Den Eltern, der Erziehung, dem sozialen Umfeld, der Bildung, den gebotenen Chancen, dem Zufall, der eigenen Leistungsbereitschaft, der Förderung, den Vorbildern usw. All dies liefert uns eine Erklärung, wer wir sind und warum wir bestimmte Vorlieben haben, wir nach bestimmten Mustern handeln. Mich faszinieren seit jeher die Indianer, deren Lebensweise und respektvoller Umgang gegenüber Natur und Menschen. Ich schlafe gerne auf dem Boden, liebe immer mehr die Natur und strebe mit der Familie nach dem „greener-life“. Weil ich mir wünsche, dass wir Menschen mit der Natur leben und dieser keinen Schaden zufügen. Ausserdem versuche ich soviel Respekt gegenüber meinen Mitmenschen aufzubringen, wie ich als fehlerhafter Mensch dazu in der Lage bin, oder mit Indianer-Weisheiten ausgedrückt: „Es gibt kein Besser oder Schlechter, nur Unterschiede. Diese müssen respektiert werden, egal ob es sich um die Hautfarbe, die Lebensweise oder eine Idee handelt.„, Kote Kotah, Chumas. Ich habe aber keine Erklärung dafür, woher diese Vorliebe wirklich stammt. Sie begleitet mich seit meinen Kindertagen.

Ich glaub einfach, ich war einmal ein Indianer. Und insofern muss ich die Liste der Ich-Bildungsfaktoren noch ergänzen um die früheren Ichs. „Alles was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form.“, Hopi-Weisheit.

In diesem meinem Sinne, bis nächsten Sonntag.

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One comment on ‘Ich glaub ich war mal Indianer’

  1. Avis Diagonalis sagt:

    Ich war mal ein Eisbär, aber meine Heimat schmolz dahin, und ich verhungerte. Ich kam wieder, als Frosch, aber meine Haut verfaulte, an meinem lebenden Körper. Dann war ich ein Nashorn, ich verblutete wegen meines abgeschnitten Horns …
    … Gorilla, Tunfisch, Schmetterling, Gänsegeier … … …
    Auch 7 000 000 000 „Indianer“ würden den Planeten kahl fressen, wie Heuschrecken ein Feld! Auch Indianer haben während ihrer Besiedelung Amerikas, zunächst einen Großteil der dort lebenden Tierarten u.a. Pferde (!) ausgerottet.
    So lange >Leben< auf dieser Erde nur Menschliches-Leben bedeutet und Lebensrecht geniest, und das Recht auf sauberes Wasser nur ein „Menschenrecht“ ist … und Meer, Wälder … ,wie selbstverständlich, nur als Rohstoffquellen der Menschen betrachtet werden … und nur aus diesem Grund, als „Erbe der Menschheit“, schützenswert sind … wird diese Katastrophe fortschreiten – bis zum bitteren Ende.
    Es gibt nicht nur Menschenrechte sondern auch Menschen-Pflichten. Die Nutzung von Techniken setzt Verantwortung voraus! Haltet Maß, haltet das Gleichgewicht und zerstört es nicht.
    Seht euch endlich als Teil der Natur – nicht als deren Krone, und Tod als ein Teil des Lebens – auch des Menschlichen.

    Mein Vorschlag: Sofortige WELTWEITE Geburtenkontrolle!

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