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Einkaufen gehen ist so was von gestern

by Carsten Kreilaus. Average Reading Time: about 2 minutes.

Der M-Commerce hat dank der weiten Verbreitung von Smartphones Fahrt aufgenommen, ist aber noch nicht richtig durchgestartet. Dies liegt vor allem an der Hürde der einfachen und schnellen Nutzung sowie übersichtlichen Darstellung. Auch das entgangene Einkaufserlebnis dürfte für viele potentielle Einkäufer ein Hemmschuh sein. Nichtsdestotrotz wird der Einkauf via Smartphone oder Tablet zu einer festen Größe im Vertriebs-Mix werden. Zeit sich dazu Gedanken zu machen und die Frage zu stellen: Warum erledigt Siri nicht unser Shopping? Musiktitel abspielen, anrufen… geht doch auch.

In der Mode ist das „Curated Shopping“ ein aktueller Webtrend. Menschen bekommen nach einer Style-Beratung durch Experten individuelle Outfits zugeschickt. Vor allem die Einkaufsmuffel unter uns – angeblich wir Männer – sollen so zu unserem Stil passende Mode erhalten. Der Trend des betreuten Einkaufens kommt aus den USA und wird in Deutschland vor allem von Modomoto angeboten. Ein persönlicher Stylist ist sicher ein klasse Sache. Aber nochmals: Siri kennt uns und lernt uns immer besser kennen, da müssen wir doch nicht noch jemanden ins Boot holen. Siri soll uns beim Outfit-Shopping helfen. Über die iPhone Kamera scannt Siri unsere Maße und Proportionen. Mit diesen iMaßen ausgestattet, kann es fast losgehen. Was ihr noch fehlt ist unser Geschmack. Dank unseres Social Media Fußabdruck kann sie sich bereits einen ersten Reim zu unserem Stil machen und weiß einiges über unsere Vorlieben und den Markengusto. Den Rest lernt sie durch ständige Kommunikation mit uns. Wir können ihr damit getrost die folgende Aufgabe stellen: „Siri, ich brauche bitte ein weißes Hemd.“ Derzeit ist damit eine einfache Websuche verknüpft, wird aber zukünftig und schnell anders werden. 20120611-231313.jpg Siri  pusht uns die passenden Angebote. Da sie weiß, dass ich auf ökologisch nachhaltige und sozial fair produzierte Mode stehe, sammelt sie nur entsprechende Produktangebote. Siri zeigt mir die gefundenen Hemden an. Sie stellt die Angebote übersichtlich dar, ähnlich der in ihrer Visualität äußerst gelungenen Google+ iPhone App. Übersichtlich kann ich mir nun Hemd für Hemd bildschirmfüllend plus Marke und Preis sowie eine kurze Beschreibung und Historie anschauen. Jetzt liegt es an mir welches Hemd es wird. Ein Klick auf das Angebot genügt und Siri löst nach meiner Bestätigung die Bestellung im entsprechenden Shop aus. Für die Bezahlung zückt sie meine digitale Kreditkarte. Siris Augen in unsere Offline-Welt ist die iPhone Kamera. Wenn ich ein weißes Hemd an jemandem sehe, kann ich ein Foto davon machen und Siri macht sich auf die Suche. Das ist die WYSIWAG-Shopping-Alternative. Nach dem erfolgreichen Einkauf fragt mich Siri, ob ich weiter shoppen möchte. Für heute reicht es. Morgen kann Siri mir beim Kauf meines neuen Fernseher assistieren. Siri wird zu meiner persönlichen Stylistin und noch mehr: zu meiner Kaufberaterin.

In diesem meinem Sinne, bis demnächst.

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