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Watt`n Meer

by Carsten Kreilaus. Average Reading Time: about 2 minutes.

70 Prozent der Erde sind mit Wasser bedeckt und die Ozeane stecken, trotz zunehmender Forschung, noch voller Geheimnisse. Das lässt der Fantasie viel Spielraum für zukünftige Entdeckungen, die uns nützlich sein könnten. Einige der größten Herausforderungen für die Zukunft sind: Klimawandel, nachhaltige Entwicklung der Welt, Hunger, Bevölkerungsexplosion, Versorgung mit sauberem Wasser, Bedrohung durch Krankheitserreger und der steigende Energiebedarf. Diese Probleme hängen eng miteinander zusammen und hier muss ein Umdenken stattfinden, um die Welt auf einen besseren Kurs zu bringen. Warum sollte nicht die ein oder andere Lösung in den Tiefen des Meeres weilen.

Vorstellbar ist einiges und tlw. schon in der Forschung. So arbeiten Forscher am Biotreibstoff der Zukunft, gewonnen aus grünen und blauen Algen. Für die Energieversorgung wird die Möglichkeit von Wellenkraftwerken erforscht, Off-Shore Windparks gebaut, um die Windverhältnisse auf offenem Meer zu nutzen. Unter dem Meer gibt es sicher noch unentdeckte Pflanzen oder Tiere, die uns bei der Bekämpfung von Krankheiten helfen können. Alles in allem sind die Meere ein riesiges Reservoir an Möglichkeiten und schon heute die größte Nahrungsquelle der Welt. Fisch ist die Hauptspeise von 1,2 Mrd. Menschen. Umso wichtiger, dass wir diese respektieren und nicht als Mülldeponie benutzen. Eine sehr anschauliche Visualisierung des bedrohlichen Zustandes zeigt die Abschlussarbeit von Uli Henrik Streckenbach „Die Überfischung der Meere“.

Die Überfischung der Meere from Lilli Green on Vimeo.

Rund 80% der Meeresverschmutzungen entstehen im Landesinneren, so dass wir alle direkt oder indirekt verantwortlich sind und damit auch dem entgegen wirken können. Z. B. können wir auf Plastik verzichten, welches beispielsweise als PET-Flasche, Plastiktüte oder zu Kleinstgebilden zerrieben ebenfalls in den Meeren landet. Im Meer treiben mindestens fünf halbe Kontinente von Plastikmüll. Einer der größten kreist im Nordpazifik als „Great Pacific Garbage Patch“, von der vierfachen Größe Deutschlands. Die fünf größten PlastikmüllströmeDas Plastik gelangt über die Fische wieder in unsere Nahrungskette. Somit füttern wir uns selbst mit Plastik. Das Ökosystem der Meere ist sehr empfindlich und wirkt sich auf das gesamte Klima aus. So viele Möglichkeiten das Meer auch zu bieten hat, so sehr sollten wir ebenfalls aufpassen, das Meer nicht auszubeuten, nur von diesem zu lernen. Die Ozeane sind bei nicht nachhaltiger Nutzung auch endliche Ressourcen und schnell erschöpft. Vor allem können wir nicht die Konsequenzen der Ausbeutung unerforschter Meereswelten abschätzen. Abgesehen davon ist es einfach zu schön, an einem sauberen Strand spazieren zu gehen, die Wellen zu beobachten und dem Meeresrauschen zuzuhören. Wir können viel von der Natur lernen, müssen diese genauso respektieren, wie die Natur uns.

In diesem meinem Sinne, bis nächsten Sonntag.

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2 comments on ‘Watt`n Meer’

  1. Carsten sagt:

    70 scheint hier die Zahl zu sein: 70 Prozent des Plastiks auf unserem Planeten landen im Meer.

  2. Emanuel sagt:

    Bin gerade eben das erste mal auf die Seite gekommen. Gefaellt mir bis jetzt sehr.

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